Zuletzt aktualisiert
6.01.21
Animation: Menschen werden von LiDAR-Sensor erfasst
GIF: Luminar

Anonymes Personentracking

für Analyse-, Sicherheits- und Interaktions-Individualstudien
im privatem sowie öffentlichem Raum

Wir sind auf der Suche nach einem/einer Mitgründer/in (CMO) Mitgründer/in (CMO) gesucht!

Anonymes Personentracking verfolgt einen gegensätzlichen Ansatz zur weit verbreiteten, jedoch moralisch fragwürdigen, Gesichtserkennung. Der Fokus von Obacht! liegt auf der Erfassung, Auswertung und Interaktion von Bewegungs- und Verhaltensmustern.

Je nach Verwendungszweck verfolgt Obacht! unterschiedliche Ziele; jedoch steht immer im Vordergrund, einen Mehrwert zu schaffen, ohne dafür die Privatsphäre der Zielpersonen zu gefährden. Um dies zu gewährleisten garantieren die von uns benutzten Radar-ähnlichen LiDAR-Sensoren bereits auf Hardwareebene 100% Anonymität. Aus diesem Grund kann Obacht! im privaten, sowie im öffentlichen Raum, ohne Bedenken eingesetzt werden. Darüber hinaus funktionieren die Sensoren unbeeinflusst von äußerem Einwirkungen, wie Lichtverhältnissen und Witterungsbedingungen. Es ist möglich mit einer Web-Applikation einen Gesamtüberblick über das System zu erlagen und die gesammelten Daten je nach Anwendungszweck zu visualisieren.

Funktionen

Mit den anonym gesammelten Positions-, Bewegungs- und Verhaltensdaten wird eine objektive Datengrundlage geschaffen, welche in erster Linie drei verschiedene Aufgabenbereiche erfüllt.

Analyse

Die Bewegung und das Verhalten von einer einzelnen Person, bis hin zu einer großen Menschenmenge, kann für Analyseaufgaben verwendet werden. Durch die maschinelle Personenerfassung können kleine Unterschiede in Verhaltensmustern, Laufwegen oder dem Interesse an bestimmten Sehenswürdigkeiten festgestellt werden. Diese Abweichungen über einen längeren Zeitraum sind mit dem menschlichen Auge nicht wahrnehmbar.

Mithilfe einer Wärmekarte kann visualisiert werden, wie lange Personen an einem Ort verweilen. Eine Laufwegkarte hält Bewegungsmuster fest. Auch andere Grafen, wie z.B. Balkendiagramme, können zur einfachen Analyse beitragen.

Auf Basis der gewonnen Erkenntnisse kann das erfasste Gebiet aktiv, z.B. zu Gunsten der Besucherzufriedenheit, verbessert werden. Die Veränderungen sind schon nach kurzer Zeit im Dashboard kontrollierbar.

Sicherheit

Unser anonymes Personentracking kann die Funktionalität einer klassischen, aus Bewegungsmelder bestehenden, Alarmanlage ersetzen. Das laser-basierte System bietet jedoch noch weitere Funktionen.

Auffälliges Verhalten, sowohl einer einzelnen Person als auch ganzer Menschenmengen, kann in Echtzeit erfasst und gemeldet werden. Außerdem ist es im Stande markierte Orte oder bestimmtes Inventar mithilfe von Abstandsmessungen zu schützen.

Das System bietet darüber hinaus die Möglichkeit mit anderen Sicherheitstechnologien zu kombinieren und zu erweitern.

Interaktion

Die Position oder das Verhalten von Personen kann in Echtzeit als Auslöser für externe Systeme verwenden werden.

Eine offene Datenschnittstelle lässt viel Spielraum für automatisierte Individuallösungen.

Beispielweise lässt sich mithilfe digitaler Beschilderung, ferngesteuerten Türen und Pforten der Besucherfluss autonom beeinflussen. Ebenso können Systeme, wie z.B. Ton-, Klima- und Lichtanlagen, auf Grundlage der Messdaten in Echtzeit justiert werden.

Team

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Valentin Rogg CEO

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Maximilian Schunck CTO

Kontakt

Häufig gestellte Fragen

  • LiDAR (Light-Detection-And-Ranging) Sensoren sind aus der Automobilbranche, genauer gesagt von autonom fahrenden Autos, der Öffentlichkeit bekannt. Die Technologie findet jedoch auch in anderen Gebieten, wie z.B. der Astronomie, dem Bau- und Vermessungswesen und der Windenergiebranche seinen Einsatz.

    Ein LiDAR-Sensor besteht im Wesentlichen aus einem unsichtbaren Infrarot-Laserstrahl, der die Entfernungen vom Sensor zu einem Gegenstand misst. Sensoren mit diesem Messprozess bezeichnet man als Time-Of-Flight (Flugdauer) Sensoren. Deshalb kann man LiDAR mit Radar vergleichen.

    Grundsätzlich können LiDAR-Sensoren in der Funktionsweise mit Lichtschranken verglichen werden. Jedoch kann durch die Rotation des Laserstrahls auf zwei Achsen das Umfeld zu 360 Grad abgedeckt und eine 3D Karte generiert werden (siehe rechts).

    Erklärvideo LiDAR GIF: Wikipedia
  • LiDAR-Sensoren sammeln im Gegensatz zu Kamerasystemen keine Bilddaten, sondern messen die Entfernung zu Objekten. Diese Entfernungsdaten können in einer sogenannten Point Cloud (Punktewolke) visualisiert werden (siehe rechts).

    Die Genauigkeit von LiDAR-Sensoren reicht aus, um Auskunft über die grobe Form von Objekten und Umgebung, jedoch nicht über deren Textur und Beschaffenheit, zu geben.

    Das heißt, LiDAR-Technologie bietet bereits auf Hardwareebene 100% Anonymität.

    LiDAR Punktewolke IMG: Audi Luminar
  • Unseren anonymen Ansatz für Personenerkennung durften wir im Sommersemester 2020 in einer großen Studienarbeit mit einem Team von 6 Personen testen. Da zu diesem Zeitpunkt die Sensoren noch nicht auf dem für unseren Zweck erforderlichen Stand waren, und unser Fokus auf dem Gesamtsystem und einer ausgereiften Infrastruktur lag, experimentierten wir ironischer Weise zunächst einmal nur mit Kameras. Zusammen mit den „Kunstsammlungen & Museen Augsburg“ entwickelten wir ein Konzept für eine in Echtzeit visualisierte Bewegungsanalyse der Besucher des Schaezlerpalais. Die Kooperation war ein voller Erfolg und zeigte das Potential anonymen Personentrackings.

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